Überblick

Ein Glücksspiel definiert man als ein Spiel, bei dem man Geld dafür bezahlt, dass man eine Chance auf einen möglichen Gewinn bekommt. Der Gewinn ist dabei vom Zufall abhängig, entweder ganz oder zum großen Teil. Eine Quote legt fest, wie wahrscheinlich ein Gewinn oder Verlust ist und ist immer so gewählt, dass der Anbieter Geld damit verdient.  

In Deutschland werden mit Lotto, Geldspielgeräten in Spielhallen oder Gaststätten, Sportwetten, Glücksspielen in Spielbanken, Online-Glückspielen und anderen viele verschiedene Formen von Glücksspiel angeboten, die wir in den Unterkapiteln vorstellen. 

Weil viele Glückspiele ein großes Suchtrisiko haben, werden sie rechtlich geregelt und begrenzt. Im Unterkapitel “Rechtliche Hintergründe” gibt es eine Übersicht über die wichtigsten Regelungen.   

Glücksspiele zu spielen kann auf Körper und Gefühle so wirken, dass es zunächst als angenehm empfunden wird. Es kann die Stimmung heben, das Ich-Empfinden stärken und starke Gefühle wie Nervenkitzel, Hoffnung auf den Gewinn oder Angst vor dem Verlust erzeugen. Unabhängig vom Spielausgang kann das als positiv erlebt werden. Trotz der Anspannung beim Spiel kann die Ablenkung von Alltag und Problemen ein Entspannungsgefühl erzeugen. 

Glücksspiele sind so konstruiert, dass sie attraktiv wirken, Spannung erzeugen, die Spielenden fesseln und ein Verlangen hervorrufen, erneut zu spielen. Dabei werden wichtige Funktionen des menschlichen Gehirns und der Psyche bewusst angesprochen.  

Bei manchen Glücksspielen wird der Eindruck vermittelt, dass man durch das eigene Geschick oder Wissen bessere Chancen auf einen Gewinn hat. Auch das macht die Bindung zum Spiel größer. Aber Glückspiele hängen ausschließlich oder zum allergrößten Teil vom Zufall ab.    

 

Glücksspiele jagen die Spielenden oft durch ein Wechselbad der Gefühle: In der Gewinnphase erleben sie meist ein Wohlbefinden aus Euphorie, Erfolg, Macht und Fantasie. In der Verlustphase hingegen Enttäuschung, Niedergeschlagenheit und Minderwertigkeitsgefühle bis hin zur Panik.  

Wenn sofort der nächste Einsatz möglich ist, werden die stark negativen Gefühle kaum wahrgenommen. Daraus kann ein Teufelskreis entstehen und ein wachsendes Verlangen nach Stimulation und Entspannung.      

Diese Erlebnisse wirken tief auf die Psyche und das menschliche Gehirn, und es kann dazu kommen, dass Spielende die Kontrolle über ihr Verhalten verlieren und eine Suchterkrankung entwickeln.  

Je schneller ein neues Spiel begonnen werden kann und je öfter und leichter Glückspiele verfügbar sind, umso größer ist das Suchtpotenzial.  

Wenn Sie mehr zur Glückspielsucht wissen wollen, lesen Sie hier weiter.