Erfahrungsberichte

Die Scheinwelt vor dem Automaten.

Frau S. aus München erzählt in unserem ersten Erfahrungsbericht von einer Frau, die bereits in jungen Jahren mit Spielautomaten in Kontakt kommt und erst Jahre darauf immer stärker in die Sucht gerät. Gefrustet mit dem Dasein als Hausfrau holt sie sich hier den Kick und vergleicht die Gefühle beim Spiel, wie die zu einem Liebhaber. Sie sieht sich nicht mehr als liebende Mutter und Ehefrau, verliert den Kontakt zu Freunden und verspielt immer größere Summen. Ihre Abhängigkeit bemerkt niemand, denn im Alltag gibt sie sich und sie bezeichnet sich selbst als Meisterin im Lügen, Betrügen und Manipulieren. Bis der körperliche und seelische Zusammenbruch kommt und sie sich überlegt das Leben zu nehmen. Erst jetzt gibt sie ihre Sucht zu, sucht endlich nach Hilfe und stellt sich ihrer Sucht, die ihr Leben immer stärker beherrschte.

Mit liebevoller Unterstützung befreit.

In unserem zweiten Erfahrungsbericht erwischt die Spielsucht einen Mann erst, als er in Rente geht. Was für ihn am Anfang eine gelungene Abwechslung mit gelegentlichen Gewinnen war, wurde schnell zu einer Abhängigkeit, die er stets zu verheimlichen versucht. Er wendet sich an einem Psychiater und macht so die ersten, erfolgreichen Schritte aus seiner Misere. Als ihm die Spielschulden dann doch irgendwann einholen, fliegt alles auf. Doch er hat Glück – seine Frau zeigt Verständnis und mit ihrer Unterstützung gelingt es ihm, den Weg aus seiner Sucht weiter zu gehen.

Wie die Sucht die Familie ersetzt.

Es ist wie so oft: Ein junger Mann spielt nur gelegentlich, doch bald hat ihm die Sucht völlig im Griff. Als Selbständiger mit guten Rücklagen verliert er all sein Geld, der Automat ersetzt dabei immer mehr seine Familie. Er zieht sich sogar so weit zurück, dass er nicht einmal die Geburt seines eigenen Sohnes richtig mitbekommt. Es folgt die Versöhnung mit seiner Frau, doch die Sucht ist stärker und es kommt abermals zur Trennung. Doch die Hoffnung bleibt: Nach seinem Klinikaufenthalt will er wieder zurück zu seiner Familie. Lesen Sie hier die ganze Geschichte.

Fast alles Glück verspielt

Er war zehn Jahre alt, als er zum ersten Mal Geld in einen Spielautomaten steckte und alles verlor. Heute ist er 33 und hat in seinem Leben rund 200.000 Euro verzockt. Pleite ist er deswegen nicht. Aber auch nach 16 Wochen in stationärer Behandlung ist er noch immer nicht von seiner Glücksspielsucht geheilt. Er kennt jedoch seine Schwächen. Wie er gemeinsam mit Familie und Therapeuten daran arbeitet, wird in unserem vierten Erfahrungsbericht erzählt.