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Übergangsregelung zu Online-Glücksspiel

Die Bundesländer haben gemeinsame Leitlinien zu virtuellen Automatenspielen und Online-Poker veröffentlicht und darin Übergangeregelungen festgelegt, unter denen bisher illegale Angebote von Online-Glückspiel geduldet werden. 

Hintergrund: Laut aktuellem Glücksspielstaatsvertrag sind Online-Glücksspiele in Deutschland verboten. Ab Juli 2021 soll ein neuer Glücksspielstaatsvertrag in Kraft treten, der etliche rechtliche Veränderungen mit sich bringt und unter anderem Online-Glücksspiele erlaubt.   

Suchtexperten und Betroffene kritisieren das Vorgehen und warnen vor Suchtgefahren durch Online-Glücksspiele.  Konrad Landgraf, der Geschäftsführer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern erklärt: „Aus Sicht des Spielerschutzes ist hier die Reihenfolge vollkommen verkehrt." Wenn überhaupt, so der Experte weiter, sollten Online-Glücksspiele erst dann zugelassen werden, wenn wirklich alle Schutzmechanismen und die länderübergreifende Aufsichtsbehörde, die deren Einhaltung überwachen soll, einsatzbereit sind. 

Auch der Betroffenenbeirat Bayern Stimme der SpielerInnen warnt vor den Gefahren und kritisiert die Entscheidung. 

Auf der Website der Gemeinsamen Geschäftsstelle Glücksspiel des Hessischen Innenministeriums finden Sie die Veröffentlichung zu den aktuellen Regelungen.