Suchtbeauftragter kritisiert Sportwetten bei EM

Die Dauerpräsenz von Werbung für Sportwetten bei der Fußball-Europameisterschaft löst öffentliche Kritik aus. Die Aufklärungskampagne im Zuge des Turniers sei nicht ausreichend, sagte der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert, am Mittwoch dem rbb. "Wer wie die Uefa Geld aus gesellschaftlich problematischem Sponsoring erhält, der sollte auf der anderen Seite auch Geld in die Prävention stecken, und zwar in angemessenen Dimensionen und nicht nur als Feigenblatt."

Laut Blienert haben Menschen in Deutschland bei Sportwetten allein im Jahr 2022 1,4 Milliarden Euro verloren, fast doppelt so viel Geld wie zehn Jahre zuvor. "Aktuell gehen wir von etwa 1,3 Millionen glücksspielkranken Menschen bundesweit aus." Mit der EM steige nun das Wettfieber noch einmal, zudem ist mit dem Unternehmen Betano erstmals ein Wettanbieter Hauptsponsor des Uefa-Turniers.

Hier geht´s zum Artikel der Sportschau