Social-Gaming/Gambling

Social Games werden online und gemeinsam mit anderen zumeist auf sozialen Netzwerken wie Facebook gespielt. Ihr besonderer Reiz liegt darin, dass man beim Spielen mit seinem Freundeskreis interagieren kann und ihn zum Beispiel zum Mitspielen einladen oder den eigenen Spielstand oder Rang mit ihm teilen kann. Mit Social Games erzielen die anbietenden Firmen oft hohe Umsätze, da der Zugang zum Spiel, verschiedene für das Spiel nötige oder gewünschte Erweiterungen oder notwendige Ressourcen zum Teil nur gegen Entgelt verfügbar sind. Das Social Gambling (vgl. Meyer, Brosowski, von Meduna & Hayer, 2015) funktioniert nach demselben Prinzip. Dadurch, dass dabei nicht um Echtgeld gespielt wird, dürfen Spiele wie Zynga-Poker etc. auf Facebook und auch Minderjährigen angeboten werden. Dadurch, dass dabei aber trotzdem um virtuelle Währung gespielt wird und die Spielergebnisse zufällig sind oder als zufällig wahrgenommen werden, sind sie strukturell dem Glücksspiel bereits sehr ähnlich. Als besonders problematisch ist dabei zu werten, dass viele Spiele beim Social Gambling simuliert sind und nicht wie im klassischen Glücksspiel allein der Zufall über das Spielergebnis entscheidet. Die Spiele sind so gesteuert, dass die Spielenden häufiger gewinnen als verlieren, was nicht der Realität bei Glücksspielen entspricht. Eine dadurch völlig überzogene Gewinnerwartung und die Bereitschaft zur Teilnahme an Glücksspielen um Echtgeld werden so bei den Teilnehmenden gefördert.

Auch bei den Multiplayer Games wie etwa World of Warcraft finden sich zunehmend simulierte Glückspielelemente wie beispielsweise Pokerrunden, die dafür genutzt werden können, weiterzukommen oder weitere für das Spiel interessante oder nötige Ressourcen zu erhalten.

Das zunehmende Vermischen von Gaming und Gambling ist vor allem unter dem Jugendschutzaspekt kritisch zu sehen.