Prinzip/Gefahren

Warum spielen wir überhaupt?

(Glücks-)Spiele können auf die Seele und den Körper einen als positiv empfundenen Einfluss haben, indem sie euphorisierend und persönlichkeitsstärkend wirken. Der Einsatz von Geld kann Nervenkitzel durch Hoffnung auf den Gewinn bzw. Angst vor dem Verlust erzeugen. Diese Stimulation kann unabhängig vom Spielausgang als positiver Effekt erlebt werden. Trotz der Anspannung beim Spiel kann die Verdrängung von Problemen und Konflikten ein Entspannungsgefühl erzeugen.

Wie können Glücksspiele süchtig machen?

Glücksspiele jagen die Spielenden oft durch ein Wechselbad der Gefühle: In der Gewinnphase erleben sie meist ein Wohlbefinden aus Euphorie, Erfolg, Macht und Fantasie. In der Verlustphase hingegen Enttäuschung, Niedergeschlagenheit und Minderwertigkeitsgefühle bis hin zu Panik. Dieses extrem negative Verlusterleben findet jedoch in der Regel nicht statt, wenn sofort der nächste Einsatz möglich ist, da somit die erneute Hoffnung auf den Gewinn entsteht. Daraus kann ein Teufelskreis entstehen, in dem Geld nur noch ein Mittel zum Zweck ist, um Stimulation und Entspannung hervorzurufen.

Je schneller man ein neues Spiel beginnen kann, umso größer ist das Suchtpotenzial (zum Beispiel beginnt ein neues Spiel am Automaten bereits nach wenigen Sekunden, eine neue Ziehung vom Mittwochs- bzw. Samstagslotto erst nach 3-4 Tagen).