Ursachen der Spielsucht.
Wodurch und wie entsteht Spielsucht?
Für Glücksspielsucht gibt es nicht eine oder mehrere klar definierbare Ursache. Erkennbar sind jedoch einige Risikofaktoren, die in verschiedenen Bereichen zu finden sind.
Der Betroffene: individuelle Faktoren.
Ob ein Mensch Gefahr läuft, in die Abhängigkeit vom Glücksspiel zu geraten, kann tatsächlich bereits genetisch bedingt sein. Aber ebenso wird das Risiko durch seine Lebensgeschichte beeinflusst. Frühkindliche Erfahrungen können hier ebenso ausschlaggebend sein wie aktuell durchlebte Krisensituationen.
Auch die Wesenszüge des Menschen spielen eine Rolle: Wer seine Gefühle schlecht kontrollieren kann oder in Konfliktsituationen leicht überfordert ist, läuft schneller Gefahr, spielsüchtig zu werden, als andere. Selbstverständlich muss ein beispielsweise impulsives Verhalten jedoch nicht zwangsläufig in einem pathologischen Spielverhalten enden.
Das soziale Umfeld: sozialer Nahraum.
Die direkte Umgebung eines Menschen kann seine Anfälligkeit für eine Suchterkrankung ebenso beeinflussen wie die Zeit und die Gesellschaft, in der er lebt. Seine wirtschaftliche Lage kann entscheidend sein, genauso aber die allgemeine Akzeptanz von Glücksspiel, Nähe oder Entfernung von verfügbaren Einrichtungen oder die Wirkung der Werbung.
Auch hier gilt, dass nur das Zusammenspiel mehrerer Risiken tatsächlich zu einer Glücksspielsucht führt. Eine Art Früherkennung anhand von Risikofaktoren gibt es nicht.
Das Suchtmittel: Glücksspiel und seine Wirkung.
Spielen macht Spaß und gehört von klein auf zu unserem Leben. Doch wenn ungünstige Faktoren hinzukommen oder man bereits erlebte Glücksgefühl unbedingt wiederholen möchte, sind besonders Erwachsene immer wieder bereit zu spielen. Dazu bietet der nervenstarke Spannungsmoment im Zusammenwirken mit einer Gewinnchance gleich mehrere Anreize.